Diskriminierungskritik
Diskriminierungskritisch zu arbeiten heißt anzuerkennen, dass jede Person Diskriminierung erleben kann und dass wir gleichzeitig alle selbst diskriminierend handeln oder Strukturen aufrechterhalten, die Ausgrenzung ermöglichen.
In meinen Workshops, Trainings und Fortbildungen geht es darum, diese Zusammenhänge verständlich zu machen, Sprache und Handlungen kritisch zu reflektieren und gemeinsam Wege zu entwickeln, wie solidarisches, verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag möglich wird. Es soll nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um das Verstehen, Hinterfragen und Handeln.
Hier findet sich das aktuelle Portfolio an Konzeptionen. Je nach Anfrage passe ich die Konzeptionen nach Bedürfnissen und Zielgruppe an.
RESPEKT! Gemeinsam Verschiedensein.
für Schulklassen
Umfang: ca. 5 UE (Unterrichtseinheiten), mehrtägig möglich
Darum geht's:
Wie gelingt uns ein gutes Miteinander – und was hat das mit Respekt, Vielfalt und dem Anerkennen von Unterschieden zu tun?
In diesem Workshop setzen wir uns spielerisch und reflektiert damit auseinander, was eine Gruppe stärkt, welche Dynamiken wirken und wie wir ein respektvolles, unterstützendes Zusammensein gestalten können.
Der Workshop eignet sich für ein vertieftes Kennenlernen, das Bearbeiten von Gruppendynamiken, das Reflektieren von Gruppenzugehörigkeiten und das gemeinsame Üben eines gelingenden, diskriminierungskritischen Miteinanders.
Typisch Mädchen, typisch Junge?!
für Schulklassen
Umfang: ca. 5 UE (Unterrichtseinheiten), mehrtägig möglich
Darum geht's:
Was bedeutet eigentlich „typisch“ – wer bestimmt das und für wen?
In diesem Workshop hinterfragen wir gängige Geschlechterrollen und schauen darauf, wann die Kategorie Geschlecht für uns wirksam wird, Erwartungen erzeugt oder uns einschränkt. Gemeinsam erkunden wir, wie vielfältig Identitäten sein können und wie wir Räume schaffen, in denen jede Person sich jenseits von Klischees entfalten darf.
Der Workshop eignet sich für ein vertieftes Kennenlernen, das Bearbeiten von Gruppendynamiken, das Reflektieren von Gruppenzugehörigkeiten und das gemeinsame Üben eines gelingenden, diskriminierungskritischen Miteinanders.
Diskriminierungskritisch Denken und Handeln
für Teams, Fachkräfte, Organisationen und freie Gruppen
Umfang: mehrtägig*
* Für eine Einführung in das Thema Diskriminierungskritik empfehle ich mindestens zwei Tage. Je nachdem, in welchem Prozess sich die Gruppe befindet, kann auch in zwei Tagen eine vertiefende Auseinandersetzung, ggf. mit Schwerpunktsetzung einer Diskriminierungsform, erfolgen.
Darum geht's:
Die Fortbildung bietet einen fundierten Einstieg in diskriminierungskritische Bildungsarbeit und richtet sich an Gruppen, die ihr Wissen vertiefen, ihre Haltung schärfen und konkrete Handlungsstrategien entwickeln möchten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir aktiv zu einer gerechteren, solidarischeren Gesellschaft (im Großen wie im Kleinen) beitragen können.
In den aufeinander aufbauenden Tagen beschäftigen wir uns intensiv mit den Grundlagen von Diskriminierung und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Es wird sich damit auseinandergesetzt, wie Privilegien wirken und wie die eigene Positioniertheit das eigene Denken und Handeln beeinflusst. Es wird gelernt, Vorurteile und internalisierte Bilder zu erkennen und strukturelle sowie institutionelle Formen von Diskriminierung zu verstehen. Ein zentraler Teil der Fortbildung ist zudem die Frage, wie Solidarität und Zivilcourage praktisch gelebt werden und wie Menschen in ihrem Alltag, im Beruf und in ihren Gemeinschaften widerständig handeln und Verantwortung übernehmen können.
Methodisch werden Inputs, Selbstreflexionsübungen, dialogische Methoden und erfahrungsorientierte Formate genutzt. Die Teilnehmenden werden eingeladen, Unsicherheiten auszusprechen, Stereotype zu hinterfragen und Empathie über unterschiedliche Lebensrealitäten hinweg zu entwickeln. In unserem gemeinsamen Lernraum können eigene Überzeugungen kritisch geprüft, neue Perspektiven gewonnen und konkrete Schritte entwickelt werden, um Diskriminierung abzubauen und entgegenzuwirken.
Sexismus erkennen und entgegentreten
für Schulklassen (ab Klasse 10), Teams, Fachkräfte, Organisationen und freie Gruppen
Umfang: 90 min. Impulsvortrag oder eintägig
Darum geht's:
Wir setzen uns damit auseinander, wie Sexismus im Alltag wirkt – im zwischenmenschlichen Umgang, in Sprache, in Institutionen und in gesellschaftlichen Strukturen. Die Teilnehmenden reflektieren, wie Benachteiligungen und Privilegien im Kontext von Geschlecht entstehen und welche Auswirkungen sie auf Lebens- und Handlungsspielräume haben.
Gemeinsam erkunden wir alternative Denk- und Handlungsweisen und lernen Gegenstrategien kennen, die empowern, solidarisches Verhalten stärken und diskriminierenden Strukturen entgegenwirken.
Rassismuskritisch werden, rassismuskritisch bleiben
Für Teams, Fachkräfte, Organisationen und freie Gruppen
Umfang: ein- oder mehrtägig*
* Für eine Einführung in das Thema Rassismuskritik mit einzelnen vertiefenden Inhalten empfehle ich mindestens zwei Tage. Je nachdem, in welchem Prozess sich die Gruppe befindet und welche Positionierung die Teilnehmenden haben, kann auch eine vertiefende Auseinandersetzung mit Schwerpunktsetzung auf Critical Whiteness oder Empowerment sinnvoll sein.
Dieses Format wird nur als Referent*innen-Duo angeboten und Empowerment für BIPoC* wird ausschließlich von BIPoC* durchgeführt.
Darum geht's:
Wir setzen uns dem Thema Rassismus auf eine Weise auseinander, die zum Verstehen, Reflektieren und Handeln einlädt. Rassismuskritik wird dabei als eine Haltung und eine kontinuierliche Übung verstanden: Wir schauen gemeinsam darauf, wie Rassismus in unserer Gesellschaft wirkt – in Strukturen, Bildern, Routinen – und wie wir alle darin auf unterschiedliche Weise eingebunden sind.
Für weiße Teilnehmende geht es darum, die eigene Rolle im Kontext von Rassismus ohne Schuld oder Scham, sondern mit Verantwortung und Handlungsfähigkeit wahrzunehmen. Gleichzeitig werden Perspektiven von Menschen, die rassistisch diskriminiert werden, gestärkt und ernst genommen. Wir sprechen über Privilegien, über das Unbehagen, das entstehen kann, wenn wir uns mit eigenen Rassismen auseinandersetzen, und darüber, warum Empowerment für Betroffene unerlässlich ist.
Mit verschiedenen Methoden schärfen wir unsere Wahrnehmung, hinterfragen vermeintliche „Normalitäten“ und erkennen, wie verschiedene Diskriminierungsformen zusammenwirken können. Der Workshop bietet Raum, zuzuhören, Fragen zu stellen, Perspektiven zu wechseln und gemeinsam Wege zu finden, wie wir im Alltag solidarischer und rassismuskritischer handeln können.
Critical Whiteness - Weißsein verstehen und Verantwortung übernehmen
Für Teams, Fachkräfte, Organisationen und freie Gruppen
Umfang: eintägig
Darum geht's:
Rassismus, koloniale Strukturen, Kritisches Weißsein – wissen wir, worum es bei diesen Begrifflichkeiten geht? Und wie prägen diese Themen unseren Alltag, unsere Wahrnehmung und unsere Beziehungen?
In diesem Workshop befassen wir uns mit den Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung und lernen, wie das koloniale Machtkonstrukt race entstanden ist, wie es weiterwirkt und welche Folgen struktureller und institutioneller Rassismus bis heute hat.
Gemeinsam hören wir zu, diskutieren und reflektieren Privilegien. Wir sprechen darüber, warum es weißen Menschen oft schwerfällt, sich mit eigenen rassistischen Anteilen auseinanderzusetzen, und wie dieses Unbehagen (White Fragility) sichtbar wird. Gleichzeitig betrachten wir, wie eine solidarische Haltung aussehen kann.
Mit verschiedenen Methoden schärfen wir unsere Wahrnehmung für rassistische Strukturen, hinterfragen scheinbare Selbstverständlichkeiten und stereotype Annahmen und lernen, wie verschiedene Diskriminierungsformen ineinandergreifen können. Der Workshop lädt ein, Perspektiven zu wechseln und Verantwortung zu übernehmen.
Feminis-MUSS: Gegen die Kluft zwischen Theorie und Praxis
Für Schulklassen, Teams und freie Gruppen
Umfang: eintägig
Darum geht's:
Was verstehen wir eigentlich unter Feminismus – und was hat das mit unserem eigenen Alltag, unseren Beziehungen und unseren Handlungsmöglichkeiten zu tun? In diesem Workshop schauen wir uns unterschiedliche feministische Perspektiven an und fragen, wie feministische Theorien und Ideen unser Denken und Tun prägen können.
Gemeinsam ordnen wir Möglichkeiten und Grenzen feministischer Bewegungen ein und sprechen darüber, wo sie empowern, wo sie be- und ausgrenzen und wie sie uns in unseren eigenen Lebensrealitäten berühren.
Der Workshop schafft Raum für Austausch, für individuelle wie kollektive Erfahrungen und für die Frage, wie wir Denken und Handeln miteinander verbinden können. Dabei geht es auch darum, sich gegenseitig zu stärken, solidarische Praktiken sichtbar zu machen und einer Vereinzelung von alltäglichen Kämpfen entgegenzutreten – ohne die Vielfalt individueller Perspektiven und Lebenssituationen aus dem Blick zu verlieren.