ANGEBOTE FÜR FREIE GRUPPEN UND INITIATIVEN
Ob Freund*innen, Ehrenamtliche, Nachbar*innen, Sportgruppen oder Menschen, die sich in einem gemeinsamen Umfeld engagieren – ich begleite Gruppen, die gemeinsam lernen, sich austauschen und Veränderung gestalten möchten.
Gemeinsam schaffen wir einen Lernraum, der von Solidarität, Anerkennung und Offenheit geprägt ist und in dem Zuhören, Perspektivwechsel und kritisches Hinterfragen ausdrücklich erwünscht sind.
Die Workshops werden thematisch und zeitlich an eure Bedürfnisse angepasst. In einem gemeinsamen Gespräch klären wir, was euch bewegt und wie wir daraus einen Raum schaffen können, der stärkt, irritiert, verbindet – und nachhaltig wirkt.
Diskriminierungskritisch denken und handeln
Umfang: mehrtägig*
* Für eine Einführung in das Thema Diskriminierungskritik empfehle ich mindestens zwei Tage. Je nachdem, in welchem Prozess sich die Gruppe befindet, kann auch in zwei Tagen eine vertiefende Auseinandersetzung, ggf. mit Schwerpunktsetzung einer Diskriminierungsform, erfolgen.
Darum geht's:
Die Fortbildung bietet einen fundierten Einstieg in diskriminierungskritische Bildungsarbeit und richtet sich an Gruppen, die ihr Wissen vertiefen, ihre Haltung schärfen und konkrete Handlungsstrategien entwickeln möchten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir aktiv zu einer gerechteren, solidarischeren Gesellschaft (im Großen wie im Kleinen) beitragen können.
In den aufeinander aufbauenden Tagen beschäftigen wir uns intensiv mit den Grundlagen von Diskriminierung und gesellschaftlichen Machtstrukturen. Es wird sich damit auseinandergesetzt, wie Privilegien wirken und wie die eigene Positioniertheit das eigene Denken und Handeln beeinflusst. Es wird gelernt, Vorurteile und internalisierte Bilder zu erkennen und strukturelle sowie institutionelle Formen von Diskriminierung zu verstehen. Ein zentraler Teil der Fortbildung ist zudem die Frage, wie Solidarität und Zivilcourage praktisch gelebt werden und wie Menschen in ihrem Alltag, im Beruf und in ihren Gemeinschaften widerständig handeln und Verantwortung übernehmen können.
Methodisch werden Inputs, Selbstreflexionsübungen, dialogische Methoden und erfahrungsorientierte Formate genutzt. Die Teilnehmenden werden eingeladen, Unsicherheiten auszusprechen, Stereotype zu hinterfragen und Empathie über unterschiedliche Lebensrealitäten hinweg zu entwickeln. In unserem gemeinsamen Lernraum können eigene Überzeugungen kritisch geprüft, neue Perspektiven gewonnen und konkrete Schritte entwickelt werden, um Diskriminierung abzubauen und entgegenzuwirken.
Sexismus erkennen und entgegentreten
Umfang: 90 min. Impulsvortrag oder eintägig
Darum geht's:
Wir setzen uns damit auseinander, wie Sexismus im Alltag wirkt – im zwischenmenschlichen Umgang, in Sprache, in Institutionen und in gesellschaftlichen Strukturen. Die Teilnehmenden reflektieren, wie Benachteiligungen und Privilegien im Kontext von Geschlecht entstehen und welche Auswirkungen sie auf Lebens- und Handlungsspielräume haben.
Gemeinsam erkunden wir alternative Denk- und Handlungsweisen und lernen Gegenstrategien kennen, die empowern, solidarisches Verhalten stärken und diskriminierenden Strukturen entgegenwirken.
Rassismuskritisch werden, rassismuskritisch bleiben
Umfang: ein- oder mehrtägig*
* Für eine Einführung in das Thema Rassismuskritik mit einzelnen vertiefenden Inhalten empfehle ich mindestens zwei Tage. Je nachdem, in welchem Prozess sich die Gruppe befindet und welche Positionierung die Teilnehmenden haben, kann auch eine vertiefende Auseinandersetzung mit Schwerpunktsetzung auf Critical Whiteness oder Empowerment sinnvoll sein.
Dieses Format wird nur im Referent*innen-Duo angeboten und Empowerment für BIPoC* wird ausschließlich von BIPoC* durchgeführt.
Darum geht's:
Wir setzen uns dem Thema Rassismus auf eine Weise auseinander, die zum Verstehen, Reflektieren und Handeln einlädt. Rassismuskritik wird dabei als eine Haltung und eine kontinuierliche Übung verstanden: Wir schauen gemeinsam darauf, wie Rassismus in unserer Gesellschaft wirkt – in Strukturen, Bildern, Routinen – und wie wir alle darin auf unterschiedliche Weise eingebunden sind.
Für weiße Teilnehmende geht es darum, die eigene Rolle im Kontext von Rassismus ohne Schuld oder Scham, sondern mit Verantwortung und Handlungsfähigkeit wahrzunehmen. Gleichzeitig werden Perspektiven von Menschen, die rassistisch diskriminiert werden, gestärkt und ernst genommen. Wir sprechen über Privilegien, über das Unbehagen, das entstehen kann, wenn wir uns mit eigenen Rassismen auseinandersetzen, und darüber, warum Empowerment für Betroffene unerlässlich ist.
Mit verschiedenen Methoden schärfen wir unsere Wahrnehmung, hinterfragen vermeintliche „Normalitäten“ und erkennen, wie verschiedene Diskriminierungsformen zusammenwirken können. Der Workshop bietet Raum, zuzuhören, Fragen zu stellen, Perspektiven zu wechseln und gemeinsam Wege zu finden, wie wir im Alltag solidarischer und rassismuskritischer handeln können.
Critical Whiteness - Weißsein verstehen und Verantwortung übernehmen
Umfang: eintägig
Darum geht's:
Rassismus, koloniale Strukturen, Kritisches Weißsein – wissen wir, worum es bei diesen Begrifflichkeiten geht? Und wie prägen diese Themen unseren Alltag, unsere Wahrnehmung und unsere Beziehungen?
In diesem Workshop befassen wir uns mit den Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung und lernen, wie das koloniale Machtkonstrukt race entstanden ist, wie es weiterwirkt und welche Folgen struktureller und institutioneller Rassismus bis heute hat.
Gemeinsam hören wir zu, diskutieren und reflektieren Privilegien. Wir sprechen darüber, warum es weißen Menschen oft schwerfällt, sich mit eigenen rassistischen Anteilen auseinanderzusetzen, und wie dieses Unbehagen (White Fragility) sichtbar wird. Gleichzeitig betrachten wir, wie eine solidarische Haltung aussehen kann.
Mit verschiedenen Methoden schärfen wir unsere Wahrnehmung für rassistische Strukturen, hinterfragen scheinbare Selbstverständlichkeiten und stereotype Annahmen und lernen, wie verschiedene Diskriminierungsformen ineinandergreifen können. Der Workshop lädt ein, Perspektiven zu wechseln und Verantwortung zu übernehmen.
Feminis-MUSS: Gegen die Kluft zwischen Theorie und Praxis
max. 15 Teilnehmende
Umfang: eintägig
Darum geht's:
Was verstehen wir eigentlich unter Feminismus – und was hat das mit unserem eigenen Alltag, unseren Beziehungen und unseren Handlungsmöglichkeiten zu tun? In diesem Workshop schauen wir uns unterschiedliche feministische Perspektiven an und fragen, wie feministische Theorien und Ideen unser Denken und Tun prägen können.
Gemeinsam ordnen wir Möglichkeiten und Grenzen feministischer Bewegungen ein und sprechen darüber, wo sie empowern, wo sie be- und ausgrenzen und wie sie uns in unseren eigenen Lebensrealitäten berühren.
Der Workshop schafft Raum für Austausch, für individuelle wie kollektive Erfahrungen und für die Frage, wie wir Denken und Handeln miteinander verbinden können. Dabei geht es auch darum, sich gegenseitig zu stärken, solidarische Praktiken sichtbar zu machen und einer Vereinzelung von alltäglichen Kämpfen entgegenzutreten – ohne die Vielfalt individueller Perspektiven und Lebenssituationen aus dem Blick zu verlieren.
Zivilcourage können alle!
Umfang: ab 4 Stunden
Darum geht's:
In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam, was Zivilcourage im Alltag bedeutet und wie wir sie in unterschiedlichen Situationen leben können. Wir schauen darauf, welche Formen von Gewalt es gibt und wie wir sie in verschiedenen Kontexten – Schule, Öffentlichkeit, Betrieb, Freund*innenkreis, digital – erkennen können.
Gemeinsam analysieren wir Alltagssituationen und beschäftigen uns mit Faktoren, die zivilcouragiertes Handeln erschweren oder erleichtern. Die Teilnehmenden entwickeln ein eigenes Handlungsrepertoire, das Sicherheit gibt und zeigt, dass Zivilcourage oft in vermeintlich kleinen und doch wirkungsvollen Schritten beginnt.
Durch praktische Übungen erproben wir verschiedene Strategien und stärken die Fähigkeit, in kritischen Momenten solidarisch, bedacht und handlungsfähig zu bleiben.
Training gegen rechte Hetze und Parolen
Umfang: ab 4 Stunden
Darum geht's:
In diesem Workshop setzen wir uns mit Strategien auseinander, die dabei helfen, diskriminierenden Aussagen und rechter Hetze zu begegnen. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die bewusst eingesetzten Dynamiken rechter Argumentationen und lernen zu erkennen, wie solche Muster funktionieren und wirken. Gleichzeitig wird zur Selbstreflexion angeregt, indem auch die eigene gesellschaftliche Positionierung und deren Bedeutung für das eigene Handeln thematisiert wird.
Der Workshop fokussiert konkrete Reaktionsmöglichkeiten, Hemmnisse und alltagstaugliche Lösungsansätze – ohne eine umfangreiche theoretische Vertiefung von Rassismus oder Ideologiegeschichte (dafür siehe 'Rassismuskritisch werden, rassismuskritisch bleiben' oder 'Critical Whiteness'). Stattdessen betrachten wir Situationen, in denen uns rechte Parolen oder „Stammtischsprüche“ begegnen und analysieren und erproben, welche Handlungsspielräume möglich sind.
Umgang mit Konflikten
Umfang: ein- bis zweitägig
Darum geht's:
In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmenden ein Verständnis von Konflikten, das ihnen neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet und Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen gibt. Wir betrachten die Grenze zwischen Konflikt, Eskalation und Gewalt und klären, warum diese Unterscheidungen wichtig sind, um angemessen reagieren zu können.
Gemeinsam finden wir heraus, welche unterschiedlichen Konflikttypen es gibt, wie sie sich äußern und welche eigenen Muster wir darin wiedererkennen. Durch praktische Übungen werden verschiedene Konfliktstile ausprobiert und reflektiert.
Abschließend erarbeiten wir Wege einer konstruktiven Konfliktaustragung: Wie kann ein Konflikt fair, respektvoll und lösungsorientiert geführt werden? Welche Strategien unterstützen ein gutes Miteinander – auch dann, wenn es schwierig wird? Der Workshop stärkt die Fähigkeit, Konflikte nicht zu vermeiden, sondern bewusst und handlungsfähig zu gestalten.
Achtsame Kommunikation & Compassionate Listening
Umfang: 3-5 Stunden
Darum geht's:
In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden zwei wirkungsvolle Zugänge für eine konstruktive Konfliktaustragung kennen: Achtsame Kommunikation (angelehnt an Marshall Rosenberg) und Compassionate Listening / Mitfühlendes Zuhören (nach Thich Nhat Hanh). Beide Methoden unterstützen dabei, klarer zu kommunizieren, Konflikte respektvoll zu gestalten und einander wirklich zuzuhören.
Wir beschäftigen uns mit den Grundideen beider Ansätze, probieren sie in praktischen Übungen aus und reflektieren gemeinsam, wo ihre Möglichkeiten liegen und wo Grenzen bestehen. Ziel ist es, Kommunikationskompetenzen zu stärken, Empathie zu fördern und neue Wege für ein achtsames Miteinander zu eröffnen.